
Stand der Technik Die Erfindung betrifft ein Druckregelventil nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Derartige, in Automatikgetrieben von Kraftfahrzeugen eingesetzte und als Proportionaldruckregelventile wirkende Ventile werden als Überdruck- oder als 3-Wege-Ventile ausgeführt. Derartige typische Überdruckventile sind in der
DE 43 42 563 A1 und der DE 41 32 816 A1 offenbart, während die DE 43 42 591 A1 und die DE 195 19 890 A1 Drei-Wege-Ventile zeigen. Um die Streuung der Ventilkennlinie gering zu halten, müssen bei den 3-Wege-Ventilen verschiedene Maße des Ventilschiebers und des Ventilanschlußelements mit hoher Präzision ausgeführt werden, wodurch der Fertigungsaufwand relativ hoch ist. Demgegenüber zeichnen sich Überdruckventile durch eine relativ einfache Bauart aus. In ihrer üblichen Bauweise weisen sie jedoch Nachteile bezüglich ihres Kennlinienverhaltens auf. Hierunter wird die Veränderlichkeit des eingestellten Druckes bei unterschiedlichen Durchflußströmen verstanden. Das relativ schlechte Kennlinienverhalten ist dadurch bedingt, daß bei den bekannten Sitzventilen die sogenannte Fühlfläche direkt an der Einström- bzw. Ausströmsteuerkante im Ventilanschlußelement liegt. Daraus ergeben sich starke Änderungen des Kennlinienverhaltens in Abhängigkeit von der Ölviskosität und der Durchflußmenge. Streuungen in der Durchflußmenge sowie Schwankungen des Zulaufdruckes ergeben sich weiterhin infolge von Toleranzen in der üblicherweise vorgeschalteten Zulaufblende. Aufgabe der Erfindung ist es, ein Druckregelventil derart auszubilden, daß es bei einfacher Bauweise und damit geringen Herstellkosten ein relativ gutes Kennlinienverhalten aufweist. Dies wird gemäß dem Anspruch 1 sinngemäß dadurch erreicht, daß die Fühlfläche getrennt von der Einlaß- bzw. Auslaßöffnung ist. Daher liegt an der Fühlfläche ein absolut gleichmäßiger statischer Druck an. Streuungen der Strömungskräfte an der Einström- bzw. Ausströmsteuerkante sowie Fertigungstoleranzen am Einlaß- oder Auslaßquerschnitt wirken sich daher weniger stark aus. Werden keine allzu hohen Anforderungen an das Kennlinienverhalten gestellt, so ist es auch möglich, auf eine relativ genaue Fertigung im Bereich der Einström- bzw. Ausströmsteuerkante am Ventilschieber zu verzichten, da das erfindungsgemäße Druckregelventil aufgrund der oben genannten Trennung der Fühlfläche von der Einlaß- bzw. Auslaßöffnung tendenziell ein besseres Kennlinienverhalten aufweist. Das durch die vorgeschlagene Ausbildung im Ventilanschlußelementbereich hervorgerufene gute Kennlinienverhalten kann jedoch auch dazu verwendet werden, ein derartiges Ventilanschlußelement mit einem Magnetteil zu kombinieren, das aufgrund seiner relativ geringen Herstellkosten selbst ein relativ ungenaues Stellverhalten aufweist. Die Trennung von Zu- bzw. Abflußquerschnitt und Fühlfläche hat weiterhin den Vorteil, daß bei gleich großer Fühlfläche der Zu- und Abflußquerschnitt vergrößert werden kann. Somit kann der Hub verringert werden und damit die Baugröße oder die Leistungsaufnahme eines Gleichstrommagneten im Magnetteil reduziert sein. Alternativ dazu ergeben sich bei gleichen Hüben kleinere Zeiten für den Druckabbau an den Ventilen. Wenn der Regeldruck bei den bekannten Druckregelventilen erhöht werden soll, muß, um die Baugröße bzw. die Leistungsaufnahme des Gleichstrommagnetsystems beizubehalten, die Fühlfläche verkleinert werden. Dadurch nimmt aber die Empfindlichkeit gegenüber den aufgeführten Störgrößen zu, d. h., daß die Charakteristik bzw. die Kennlinie stärker streut und daß die Druckabbauzeit durch den verringerten Abströmquerschnitt länger wird. Bei dem erfindungsgemäßen Druckregelventil gemäß Anspruch 1 kann demgegenüber durch eine Verkleinerung der Fühlfläche unabhängig vom Ausströmquerschnitt bei gleicher Magnetkraft der Regeldruckbereich des Druckregelventils vergrößert werden. Als weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Druckregelventils ist sein verbessertes Restdruckverhalten anzusehen. Da die Abströmfläche unabhängig von der Fühlfläche ist, kann diese deutlich größer ausgeführt werden als bei herkömmlichen Druckregelventilen. Der hydraulische Widerstand wird also niedriger, der Restdruck sinkt in gewünschter Weise. Falls das Restdruckverhalten nicht wichtig ist, kann durch Vergrößerung der Abströmfläche der Hub verringert werden und dadurch die Baugröße und/oder die Leistungsaufnahme des Gleichstrommagnetsystems verringert werden. Beim Einsatz in Automatikgetrieben von Kraftfahrzeugen hat die mögliche Vergrößerung des Abströmquerschnitts noch den Vorteil, daß es möglich ist, eine Zulaufblende mit einem größeren Querschnitt zu verwenden. Damit können Leckagen in der Hydrauliksteuerung besser ausgeglichen