
Ich möchte hier aufzeigen, auf was man bei der Montage von Propellern an Elektroseglern achten sollte. Und zum zweiten, wie man den normalen Spinner eines Klapppropellers, zu einem so genannten "Turbospinner" umbauen kann, um eine optimale Kühlung des Motors zu erzielen.Die Motorwellen von Elektromotoren weisen in der Regel eine gehärtete/vergütete Oberfläche auf. Eine Schraube hat keine Chance, sich etwas in das Material einzugraben, um so besseren Halt zu finden. Sie hält ausschliesslich über die reine Klemmkraft ,die auf die gewölbte Fläche ausgeübt wird nach dem Anziehen der Schraube!
Um einen besseren, sichereren Halt zu erzielen, sollte die Motorwelle angeschliffen werden. So hat die Schraube eine ebene Fläche auf der sie sich abstützen kann, und das Drehmoment wird dadurch nicht nur durch die reine Klemmkraft übertragen. Auch kann man durch ein nicht durchgängiges abschleifen zum Wellenende hin verhindern, dass der Propeller gleich wegfliegt, wenn sich die Schraube doch einmal lösen sollte...
Zum Anschleifen von Motorwellen verwende ich eine Minibohrmaschine und eine kleine Trennscheibe. Damit kann jede Welle sauber angeschliffen werden.
Den Motor schlage ich vor dem Anschleifen, komplett in Papier ein, wobei nur noch die anzuschleifende Welle aus der "Papierhülle" herausschaut. Es ist dabei wichtig, dass die Welle möglichst satt vom Papier umschlossen wird. Das wird erreicht, wenn man zuerst ein etwas kleineres Loch in das Papier vorsticht und erst danach die Welle durchschiebt.
Der Grund für diese Papierhülle ist hier zu sehen. Beim Schleifen entsteht ganz feiner Eisenstaub, der natürlich von den Motormagneten angezogen wird. Er setzt sich also auf dem Papier ab, im Bereich der Magneten des Motors.
Wenn man jetzt das Papier nach vorne wegfaltet und dann den Motor vorsichtig nach hinten wegzieht, hat der Eisenstaub keine Chance sich am Motor fest zu setzten, da er vom Papier zurückgehalten wird...
Aber Vorsicht; wenn man den Motor gleich nach hinten wegzieht, wandert der Eisenstaub mit dem Motor nach hinten und setzt sich dann gleichmässig am Aussendurchmesser des Motors ab!