
Permanentmagnete unterstützen Sie dauerhaft mit ihrer Magnetkraft
Man sieht es zwar nicht, doch Permanentmagnete verfügen dauerhaft über ein magnetisches Feld. Aus dem Schulunterricht haben Sie es vielleicht noch vor Augen, wie ein solches Magnetfeld aussieht. Da Permanentmagnete eisenhaltige Materialien anziehen, kann man die magnetischen Kraftlinien mit Eisenspänen sichtbar machen. Ausgehend vom Süd- und Nordpol solcher Permanentmagnete richten sich die Eisenspäne dann entlang der sogenannten Feldlinien aus. Die Dichte dieser Linien ist ein Maß für die Stärke des Magnetfelds.
Permanentmagnete besitzen also dauerhafte Magnetkraft. Darin unterscheiden sie sich von den Elektromagneten, die nur so lange magnetisch sind, wie Strom durch sie hindurchfließt. Doch auch Permanentmagnete sind nicht von Natur aus magnetisch. Auch bei ihnen muss die Magnetkraft erst erzeugt werden.
Permanentmagnete lassen sich nur aus sogenannten hartmagnetischen Materialien herstellen. Dazu zählen beispielsweise bestimmte Stahlsorten, insbesondere jedoch die speziellen Permanentmagnetwerkstoffe wie Neodym-Eisen-Bor (NdFeB), Samarium-Kobalt (SmCo), Aluminium-Nickel-Kobalt (AlNiCo) oder Hartferrit. Damit aus diesen Materialien Permanentmagnete entstehen, müssen sie durch das Magnetfeld eines anderen Dauermagneten oder eines Elektromagneten magnetisiert werden. Erst hierdurch erhalten sie ihre Magnetkraft. Zwar sind dann Permanentmagnete dauerhaft magnetisch, doch auch diese Magnetkraft kann wieder verloren gehen. Erhitzen, extrem starke Stöße oder Vibrationen – das kann die Magnetisierung schwächen oder im Extremfall aus Permanentmagneten wieder schlichte Materialien ohne magnetisches Kraftfeld machen.