
Sensorlose Motoren nutzen die elektromagnetische Induktion der Rotorbewegung in den Statorspulen (Generatorprinzip), um die Position des Stators zu detektieren. Man kann sich das sofort vorstellen, wenn man die Welle eines Elektromotors dreht: Der Drehwiderstand ist nicht gleichmäßig, sondern steigt jedes mal an, wenn sich die Rotormagnete an den Statorspulen vorbei bewegen. Dabei wird eine Wechselspannung induziert, die der angeschlossene Steller messen kann.
Die Technik, vor allem der elektronischen Steuerung, ist noch nicht alt; zuverlässige und preiswerte sensorlose BL-Motoren für den Modellbau gibt es erst seit wenigen Jahren. Ältere sensorlose BL-Motoren hatten mitunter Anlaufschwierigkeiten, da im Stand die Lageerkennung für den Rotor natürlich nicht funktioniert.
Grob kann man diese sensorlosen bürstenlosen Motoren einteilen in:
slotless oder coreless (eisenlose) Motoren
und geslottete Motoren (mit einem Eisenkern in den Spulen).An der sich drehenden Motorglocke sind die Permanentmagnete befestigt. Die Motorglocke (Rotor) ist an der Achse befestigt und dreht sich außen um die Wicklungen auf dem geslottenen Eisenkern (Stator) im Inneren. Dieser sitzt auf einem Statorträger, an dem der Motor beim Einbau befestigt wird. Da sich somit ein großer Teil der äußeren Oberfläche des Motors dreht, benötigt dieser Motor einen seitlichen Spalt beim Einbau oder wird komplett außen montiert.
Diese Außenläufer sind einfach und preiswert herzustellen und stellen mittlerweile so etwas wie die Standardmotoren dar, während die niedrigpoligen Innenläufer häufig für sehr hohe Drehzahlen (Impeller, Speedmodelle) oder als Getriebeantriebe für große Luftschrauben eingesetzt werden.