
Betrachten wir die Geschichte des Elektromotors, so treffen wir auf den Namen Werner von Siemens, der 1857 die Grundlagen für
diese Antriebstechnik schaffte. Bis wir jedoch den heutigen Stand der Technik erreichten, vergingen noch einmal fast 150 Jahre
Eine Bestandsaufnahme
Elektromotoren werden heute neben ihrer industriellen Anwendung vor allem im alltäglichen Gebrauch im Haushalt benutzt. Geräte wie
Rasierapparat, Mixer, Staubsauger, Waschmaschine und Trockner sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Dabei bietet die
Antriebsart des Elektromotors viele Vorteile, wie etwa seine Umweltverträglichkeit. Die oben genannten Geräte sind jedoch alle für das
23O-V-Hausnetz ausgerichtet.
Im Modellbau bezieht der Elektromotor seine Energie aus Batterien bzw. Akkus. Die hier verwendeten Motoren haben bedingt durch
ihre spezifische Anwendung natürlich eine andere Ausrichtung. Der Elektromotor findet seine Verwendung beim Antrieb von Auto-,
Schiffs- und Flugmodellen. Hat man noch vor Jahren die Leistungsausbeute von Elektromotoren und den verwendeten Akkus nur müde
belächelt,so stellen sie heute eine ernstzunehmende Alternative gegenüber dem Verbrennungsmotor dar. Die Leistung kann je nach
Verwendung bestimmter Komponenten sogar höher sein als die des Verbrennungsmotors. Die Entwicklung in diesem Segment ist noch
lange nicht abgeschlossen, was technische Neuerungen wie beispielsweise bürstenlose Motoren zeigen.
Dabei ist der Elektromotor immer im Zusammenhang mit den zusätzlich benötigten Komponenten zu sehen. Motor, Regler und Akku
bilden stets eine Einheit, die auch gemeinsam aufeinander abgestimmt sein müssen.Funktionsweise
Funktionsweise
Elektromotoren bestehen aus einem Permanent-Magneten, in dessen Magnetfeld ein mehrpoliger Anker aus Eisen drehbar gelagert ist.
Der Anker aus Eisen trägt dabei mehrere Wicklungen aus Kupferdraht. Drei- oder fünfpolige Anker sind üblich. Fließt nun in einer der
Drahtwicklungen des Ankers Strom, erfährt der Anker im Magnetfeld eine Ablenkung und wird somit in Drehung versetzt. Um diese
Drehung bei zu halten, führen Schleifkontakte den Strom den Ankerwicklungen in ständigem Wechsel zu. Damit ist eine kontinuierliche
Drehbewegung gewährleistet.
Es gibt aber auch eisenlose Anker. Bei diesen Glockenankermotoren dreht sich eine starrgewickelte, topfförmige Spule in dem schmalen
Spalt zwischen einem Permanent-Magneten und dem das Motorgehäuse bildenden Eisenmantel.Glockenankermotoren weisen einen
besonders hohen Wirkungsgrad auf. Wir wollen jedoch diesen Motorentyp vernachlässigen, da er in der Regel nicht als Antriebsmotor
von Modellen in Frage kommt.